The Founders Journey: „Es ist immer das, was man draus macht!“

Gepostet am

06/02/2026

Es muss keine Ayurveda-Kur in Indien sein. Letzte Woche habe ich meine Freundin in meiner alten Heimat Hamburg besucht – und mich danach wie neu geboren gefühlt. Vielleicht lag es daran, dass es meine ersten kinderfreien Tage dieses Jahr waren. Puh. Aber ich denke, dass es auch an der bemutternden Art meiner BFF lag.

Foto: Xenia Bluhm

Foto: Xenia Bluhm

Marion Genetti

Founder AIM HIGH

Auf der Hinfahrt habe ich ein Buch gelesen, das seit Jahren unangetastet in meinem Regal stand: Du musst nicht von allen gemocht werden: Vom Mut sich nicht zu verbiegen von Ichiro Kishimi und Fumitake Koga. Insgesamt fand ich es zu radikal – vor allem die Aussage, dass Traumata nicht existieren und jedes Leid hausgemacht ist. Dennoch habe ich an vielen Stellen innerlich genickt. Und ich habe – wie so oft – an den Spruch eines väterlichen Freundes denken müssen, der sinngemäß lautet: „Es ist das, was du draus machst.“ Egal ob du Single bist oder fünf Kinder hast, selbst und ständig arbeitest oder verbeamtet bist, in deiner Traumstadt lebst oder im letzten Kaff – du entscheidest, ob du glücklich mit deinem Leben bist oder nicht. Von schweren Schicksalsschlägen mal abgesehen, stimme ich dieser Philosophie zu 99,9 Prozent zu.

 

Doch zurück zu meiner Reise: Meine Gastgeberin hat mir morgens Moringa, Kurkuma, Gerstensaft und warmes Zitronenwasser serviert, alles auf einem liebevoll gedeckten, proteinreichen Frühstückstisch. Sie ist mit mir täglich mehr als 20.000 Schritte gelaufen (behauptet zumindest meine App) und hatte für jedes meiner Wehwehchen ein (verbales) Pflaster parat, hat still neben mir gestanden, als wir vor der renovierten Fassade meines früheren Zuhauses am Klosterstern standen und ich versuchte, die neuen Bewohner zu erspähen. Abends hat sie meine Lieblingslieder auf der Gitarre gespielt, während ich schief dazu gesungen habe. Selbst Hiobsbotschaften, die mich auf dieser Reise erreicht haben, prallten einfach an mir ab. 

 

Ich habe so viel Kraft gesammelt, dass ich voller Energie in den Zug zurück nach Köln gestiegen bin. Deshalb kann ich nur jeder/m raten: Gönnt euch Auszeiten. Es muss keine Ayurveda-Kur in Indien sein. Eine wohlwollende Atmosphäre kann schon Wunder wirken. Und der Vollständigkeit halber: Meine Jungs (4 und 6) scheinen mich in den fünf Tagen kaum vermisst zu haben – und das hat mir ein neues Gefühl der Freiheit gegeben.

 

Alles Liebe, Marion 🖤 

(Text erstmals erschienen am 6.12.2024)

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