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Marion Genetti
Founder AIM HIGH
„Mamaaa!“, eines der Kinder quengelt, ich stehe auf, lege mich dazu, warte, bis es gleichmäßig atmet, wanke schlaftrunken zurück in mein Bett – eine Stunde später geht das Ganze wieder von vorne los
Als mein ältester Sohn gerade geboren war, erzählte mir meine Schwägerin einmal, sie habe gehört, dass Kinder nachts das suchen, was sie zuletzt gespürt haben: Brust, Schnuller, Wasser, Nähe … Damals ignorierte ich das. Stattdessen habe ich meine Söhne jeden Abend in den Schlaf begleitet: stundenlang neben ihnen gelegen, Wasser geholt, Köpfchen gestreichelt, Geschichten erzählt bis sie endlich eingeschlafen sind. Das Resultat: stündliches Aufwachen ab Mitternacht. Jeder Schlaftracker wäre durchgedreht.
Seit Kurzem habe ich meinen Schlaf zurück. Und das kam so: Ich bin für fünf Tage verreist, Papa hat die Jungs abends mit einem Checker-Tobi-Podcast ins Bett gesteckt, und seitdem schlafen sie durch. Mein Leben ist seitdem nicht mehr dasselbe. Im positivsten Sinne. Was ich aus dieser Erfahrung gelernt habe? Der harte Weg muss nicht immer der richtige sein. Also werde ich mir ab sofort öfter mal die Frage stellen: Wo darf ich mir das Leben ein klein weniger leichter machen?
Alles Liebe, Marion 🖤
(Text erstmals erschienen am 2.6.2025)