Der steinige Weg von Schmuckdesignerin Ariane Ernst

Gepostet am

08/02/2026

Jahrelang stand Ariane Ernst erfolglos auf Messen, bekam Absagen und den Vorwurf, ihr Schmuck sei (von Tiffany) kopiert. Dann änderte sie ihr Konzept. Heute kreiert sie grobe Gliederarmbänder und feine Ketten, oft übereinander getragen, oder Kreolen – minimalistisch, aber mit Statement.

Credit: Aaron Leithäuser

Ariane Ernst

Schmuckdesignerin

arianeernst.com

Ariane Ernst entwirft in Düsseldorf, produziert wird in deutschen und österreichischen Familienbetrieben. Sie lebt, was sie gestaltet: Stil, Haltung, Selbstbestimmung. Elternzeit ist für Selbstständige wie sie ein Fremdwort. Ihre Kinder waren von klein an im Joballtag dabei – zwischen Glaswänden, Designerstühlen und Babybett. Arbeiten bis zur Geburt, kurze Pause, weiter.

Ihre Schmuckstücke kosten zwischen 10 und 30.000 Euro. Was einst als mutiger Alleingang ohne Investor*innen begann, ist inzwischen eine erfolgreiche Marke mit 35.000 verkauften Stücken pro Jahr.

Finanzielle Verantwortung übernahm die 39-Jährige ohnehin schon früh: Nach dem Abitur ging sie zu einem Hofjuwelier in Brüssel, machte eine Goldschmiede-Ausbildung in Wien und studierte Schmuckdesign in Düsseldorf. Nebenbei jobbte sie in der Gastro, im Nachtclub, bei Goldschmieden. Während der Gründung arbeitete sie samstags tagsüber bei Michael Kors, nachts an ihrem Label. Heute führt Ariane Ernst 15 Mitarbeitende, betreibt einen Flagship-Store in Köln und erzielt 70 % ihres Umsatzes online. Die Brand verkaufen – wie ihr Steuerberater es ihr rät? Keine Option. 

„Ich liebe, was ich tue.“ Wir lieben diesen Unternehmer*innen-Geist, der auch nicht aufgibt, wenn es mal nicht ganz so glatt läuft!

 

Das Erfolgsgeheimnis von Ariane Ernst:

1. Direkter Kundenkontakt statt Messefrust: Nach enttäuschenden Messeerfahrungen setzte Ariane Ernst auf Stadtteilmärkte und den persönlichen Austausch mit Kund*innen.

2. Markenaufbau: Neben dem Produkt legt sie großen Wert auf Verpackung und Store-Design, um ein ganzheitliches Markenerlebnis zu schaffen

3. Innovatives Marketing: Anstatt traditionelle Werbewege zu gehen, nutzt sie Social Media effektiv, arbeitet eng mit Influencer*innen zusammen und veranstaltet regelmäßig Pop-up-Events, um ihre Marke erlebbar zu machen.

More Content

More Content

More Content

More Content

The Founders Journey: Wahre Schätze finden

Die Nachfolgerin von Taylor Swift auf dem Milliardärinnen-Thron

Q&A: Reisejournalistin Laura Geyer