Eine der wenigen weiblichen Unicorn-CEOs der Welt

Gepostet am

16/02/2026

Als 20-jährige Kunststudentin hatte sie eine Idee: Sie wollte eine Design-Software für alle entwickeln – nicht nur für Grafikprofis mit Adobe-Abo. Heute zählt Melanie Perkins’ Plattform Canva über 185 Millionen Nutzer*innen pro Monat.

Credit: Canva

Melanie Perkins

Canva-Gründerin

 

canva.com

Wir schreiben das Jahr 2012. Eine 20-jährige australische Kunststudentin hat eine Idee: Sie will eine Design-Software für alle entwickeln – nicht nur für Grafikprofis mit Adobe-Abo. Auf der Suche nach Geldgeber*innen klopft sie an unzählige Türen. Und sie lernt sogar Kitesurfen, als sie erfahren hat, dass einige prominente Risikokapitalgeber sich rund um den Wassersport vernetzen. Doch laut eigener Aussagen winken mehr als 100 potenzielle Investor*innen ab. Während andere spätestens jetzt den Laptop zugeklappt und sich einen festen Job gesucht hätten, blieb Melanie Perkins dran. Und feilt gemeinsam mit ihrem Co-Gründer und Ehemann Cliff Obrecht am Pitch – immer und immer wieder.

 

Heute zählt Melanie Perkins’ Plattform Canva über 185 Millionen Nutzer*innen pro Monat. Von Schulen in Nairobi bis zu Konzernen in New York gestalten Menschen weltweit täglich ihre Inhalte damit. Einfach, schnell, kostenlos – oder für kleines Geld. Der Firmenwert wird auf rund 32 Milliarden US-Dollar geschätzt. Das Unternehmen ist profitabel, weiterhin unabhängig – und Melanie Perkins ist eine der ganz wenigen Unicorn-CEOs der Welt (in Zentraleuropa gibt es nur zwei Vertreterinnen dieser seltenen Spezies).

 

Und so soll es weitergehen: Der nächste große Schritt von Canva ist eine B2B-Offensive mit KI-Funktionen, Tabellen und Work-Kits für Unternehmen. Das Ziel: 1 Milliarde Nutzer*innen. Es würde wohl keinen überraschen, wenn Perkins auch das erreichen würde. Denn ihr Credo: „Ich liebe Probleme – weil ich sie lösen kann.“

 

Die Erfolgsgeheimnisse von Melanie Perkins:

1. Problemlösung: Statt nach einer Geschäftsidee zu suchen, fragte sich die ehemalige Kunststudentin, welches Problem sie selbst ständig hatte – und entwickelte Canva als Alternative zur komplizierten Design-Software.

2. Learning by doing: Statt ein perfektes Produkt zu bauen, setzte Perkins auf ein so genanntes MVP (minimales Produkt) und holte laufend Feedback ein – so entstand eine Plattform, die komplett an den Bedürfnissen der User*innen ausgerichtet ist.

3. Durchhaltevermögen: Trotz mehr als 100 Absagen von möglichen Investor*innen blieb die Australierin dran. Nach jedem erfolglosen Meeting soll sie nach Schwachstellen gesucht und das Pitchdeck immer und immer wieder überarbeitet haben.

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