Q&A: Art Direktorin Leonie Onas

Gepostet am

23/11/2024

Seit 2022 arbeitet die Deutsche als freie Art Direktorin und UX/UI-Designerin in Marseille. Sie ist Teil des AIM HIGH Teams.

Leonie Onas 

Art Direktorin bei AIM HIGH

Erst hat sie Wirtschaftspsychologie in Lüneburg und Santiago de Chile sowie Kommunikationsdesign in Potsdam und Toulouse studiert. Anschließend arbeitete Leonie Onas als Grafikdesignerin und Art Direktorin für renommierte Agenturen in Berlin, zeitweise auch aus Mexiko und Brasilien.

Seit 2024 unterstützt die in Marseille lebende Designerin das AIM HIGH-Team als freie Art Direktorin und UX/UI-Designerin.

 

➤ Wann wusstest du, dass du Grafikdesignerin werden möchtest?

Schon in der Schulzeit war ich sehr kreativ. Nach dem Abitur entschied ich mich aber zunächst für ein wissenschaftliches Studium. Ich wollte dem Rollenklischee entfliehen, wonach Frauen kreative Berufe wählen und Männer in die Wissenschaft gehen. Doch gegen Ende des Bachelor-Studiums und durch Erfahrungen im Ausland sowie ein Praktikum im Usability und UX-Bereich merkte ich, dass mich die visuelle Arbeit mehr interessiert.

 

➤ Du lebst seit 2022 in Marseille. Wie bist du nach Frankreich gekommen? 

Mein Mann ist Franzose, und wir wollten nach acht Jahren in Berlin in eine wärmere Stadt ziehen, die dennoch Kultur bietet. Marseille hat zudem eine wachsende Kreativszene, die mich angezogen hat. 

 

➤ Gibt es Unterschiede in der Zusammenarbeit mit deutschen und französischen Kund*innen?

Deutsche bevorzugen cleane Designs, während es in Frankreich wilder und farbenfroher zugeht.

 

➤ Was vermisst du (beruflich) an Deutschland?  

Meine Muttersprache in der Projektkoordination und Präsentation. Ideen auf Französisch zu vermitteln, ist für mich schwieriger und weniger spontan.

 

➤ Was bringt dein perfekter Kunde mit?

Ein gut vorbereitetes Briefing, Wertschätzung meiner Arbeit gegenüber, ein realistisches Budget, konstruktives Feedback und gerne auch wiederkehrende Aufträge.

 

➤ Wie würdest du deinen Stil in puncto Grafikdesign beschreiben?

Clean, typografisch gut ausgearbeitet, funktional und mit einem Augenzwinkern.

 

➤ Was macht für dich ein gutes Corporate Design aus?

Das Design sollte unbedingt zum Unternehmen und zur Zielgruppe passen. Wichtig sind auch hohe Wiedererkennbarkeit durch Typografie und Farbwelt sowie eine einfache medienübergreifende Anwendung.

 

➤ Welche Tipps würdest du Unternehmer*innen geben, die ihr Corporate Design selbst machen möchten?

Sie sollten ein umfangreiches Moodboard erstellen, nach guten Beispielen in der Branche suchen, das Design einfach halten und vordesignte Templates nutzen.

 

➤ Welche (Online-)Tools kannst du empfehlen? 

Auf jeden Fall Google Fonts, Canva, thenounproject.com und Wix Studio.

 

➤ Wo holst du dir selbst Inspiration? 

Bei Pinterest, auf Instagram, Fonts in Use, Typewolf, awwwards, und ich habe eine persönliche Sammlung an Print-Produkten und Alltagseindrücken.

 

➤ Hast du Lieblings-Magazine, Blogs, Marken etc., die dich inspirieren? 

Ich liebe Blogs wie It’s Nice That, Aiga – Eye on Design und Marken wie Porto Rocha, Gohar World, &Walsh sowie Collins.

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