Q&A: „Mach’s Mama“-Podcasterin Laura Herter

Gepostet am

07/07/2026

Zwischen Hotelfachschule, Fine-Arts-Studium und dem Aufbau der eigenen Marke Laura Herter Studio hat die Social-Media-Expertin und AIM HIGH-Teammember schon viele Rollen ausgefüllt. Jetzt startet sie ihren eigenen Podcast – trotz vollem Alltag als Mutter zweier Töchter. Im Interview erzählt sie, warum sie jahrelang zögerte, wie die Folgen zwischen Mittagsschlaf und Alltagschaos entstehen und welche Reaktionen ihr Umfeld zeigte.

Laura Herter

Social-Media-Expertin, Business-Sparringspartnerin & Podcasterin

lauraherterstudio.com

Laura, worum geht es in deinem Podcast „Mach’s Mama“?

Um Mutterschaft, Kreativität und die Frage, wie ein erfülltes Leben als Frau gelingen kann. Ich erzähle Geschichten aus meinem Alltag und meinem Umfeld und entwickle daraus größere Gedanken über gesellschaftliche Erwartungen, Rollen, Selbstbestimmung und Identität. Aktuell ist es ein Solo-Podcast – später kann ich mir aber gut vorstellen, auch Gäste einzuladen.

 

Siehst du dich als Ratgeberin für berufstätige Mütter?

Nein, gar nicht. Mich interessieren Fragen viel mehr als fertige Antworten. Ich möchte keine Ratschläge geben, sondern Denkräume öffnen und dazu einladen, das eigene Leben aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Gleichzeitig möchte ich immer wieder die Geschichten und Erfahrungen anderer Frauen einbeziehen, weil ich glaube, dass genau dort etwas sehr Wertvolles entsteht: die Erkenntnis, dass wir mit vielen Fragen, Zweifeln und Sehnsüchten gar nicht so allein sind, wie wir oft glauben.

 

Den Wunsch nach einem eigenen Podcast hattest du schon vor Jahren. Was hat dich so lange zurückgehalten?

Vor allem der Gedanke, noch nicht die Frau zu sein, die einen Podcast hat – nicht erfahren genug, nicht bekannt genug, nicht sichtbar genug. Gleichzeitig habe ich mir eingeredet, dass ich als Mutter von zwei kleinen Kindern gar nicht die Kapazität dafür hätte. Irgendwann habe ich gemerkt: Ich muss mich für diesen Wunsch nicht rechtfertigen.

 

Was war die Initialzündung?

Ich habe ein Branding-Shooting gemacht – eigentlich nicht für den Podcast –, und dabei ist zufällig ein Foto entstanden, das perfekt dafür war. Der Name kam aus einem Impuls heraus. Ich habe dann einfach kommuniziert, dass der Podcast kommt, auch um mich selbst etwas unter Druck zu setzen. Rund zehn Tage später war die erste Folge aufgenommen und veröffentlicht.

 

Wie waren die Reaktionen aus deinem Umfeld?

Sehr unterschiedlich. Viele haben sich ehrlich mit mir gefreut, andere konnten nicht nachvollziehen, weshalb ich mir das ausgerechnet jetzt noch aufbürde. Es gab sogar die Frage „Schämst du dich nicht?“ – gerade aus dem engsten Umfeld. Ich habe relativ schnell verstanden, dass solche Aussagen oft mehr über die Person verraten, die sie ausspricht, als über mich.

 

Was waren Rückmeldungen, die dich besonders gefreut haben?

 Viele Frauen haben mir geschrieben, dass sie nach dem Hören begonnen haben, lang aufgeschobene Ideen endlich wieder nach vorne zu holen, oder sie haben mir ihre eigenen Sehnsüchte anvertraut. Da habe ich zum ersten Mal gespürt, wie viel Potenzial und Kreativität in so vielen Frauen schlummert.

 

Wie entstehen die Folgen im Alltag mit zwei Kindern?

Meistens während des Mittagsschlafs meiner Jüngsten. Dafür bleibt anderes liegen, zum Beispiel der Haushalt. Es ist nicht perfekt – aber genau das ist die Realität, und genau darüber spreche ich auch im Podcast.

 

Deine drei wichtigsten Tipps für alle mit einem schlummernden Projekt in der Schublade? 

Erstens: Einfach losgehen, ohne dich bereit zu fühlen.

Zweitens: Deine Haltung zu Kritik ändern – sie zeigt, dass du sichtbar wirst.

Drittens: Kleine Zeitfenster nutzen, statt auf den perfekten Moment zu warten.

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