Hanita Badzong
Webdesignerin und DEV bei AIM HIGH
Anders wäre es als Mutter von vier Jungs wohl auch nicht möglich. Aktuell arbeitet die Zürcherin an der Fertigstellung der AIM HIGH-Website und bereitet ihren einjährigen Aufenthalt in Thailand vor.
➤ Ein kleines Brand startet gerade durch. Was würdest du in puncto Website empfehlen?
Wenn möglich, würde ich die Website immer professionell erstellen lassen – das spart Zeit, Nerven und nicht selten auch Geld. Wenn es aber gar nicht ins Budget passt, dann sollte man in ein hochwertiges Template investieren, etwa von Shopify, in ThemeForest von WordPress oder in Webflow.
➤ Worauf müssen Selbermacher*innen achten?
Zwingend erforderlich sind hochwertige Fotos, einheitliche Schriften und Schriftgrößen sowie ein stimmiges Farbkonzept. Wenn man sich nicht sicher ist, welche Farbtöne matchen, würde ich dazu raten, weniger einzusetzen. Textlich sollte man versuchen, die Dinge auf den Punkt zu bringen. Die wichtigsten Infos müssen auf der Startseite Platz finden.
➤ Kann das Prinzip „Weniger ist mehr“ grundsätzlich für eine Webseite angewandt werden?
Ja! Mein Rat ist immer: Konzentriere dich auf das Wesentliche! Überlege dir: Was brauche ich dringend? Und was ist nice-to-have? Bei Webseiten gibt es so viele Möglichkeiten, da kann man sich schnell verlieren.
➤ Hast du einen Geheimtipp fürs DIY?
YouTube ist auch beim Webdesign der beste Freund für Selbermacher*innen, unabhängig von der genutzten Plattform. Denn egal, auf welches Problem du bei deiner Website-Journey stößt, die Lösung dafür findet sich garantiert auf YouTube.
➤ Was rätst du Online-Shop-Betreiber*innen?
Die Landingpage ist extrem wichtig. Ich würde mir als Vorlage professionelle Shops ansehen und dort Inspirationen suchen. Wichtig ist auch, dass man nicht nur die Produktkategorien auf die Landingpage stellt, sondern mehrere sogenannte Sections hinzufügt, etwa Bestseller, Neuzugänge, Sonderangebote, Limited Editions sowie Kund*innenbewertungen. Letztere stärken das Vertrauen der Besucher*innen und können die Kaufentscheidung beeinflussen.
➤ Was muss eine Website haben, damit sie bei dir punkten kann?
Kluge und pointierte Texte, Micro-Animationen, einheitliche Schriften, ein gut durchdachtes Farbschema, stimmige Bilder, viel White Space. Und als i-Tüpfelchen gern etwas Unerwartetes.
➤ Welches sind die drei wichtigsten Tools, die du verwendest?
FIGMA. Hier erstelle ich super einfach das Design, bevor ich es auf die Plattform übertrage.
PHOTOSHOP. Damit bearbeite und komprimiere ich Fotos. Alternativ kann man dafür auch compressjpeg.com nutzen.
WEBP CONVERTER. Dieses Tool konvertiert die Bilder in WebP. Das neue Bildformat wurde von Google entwickelt. Ein Vorteil ist der geringe Qualitätsverlust trotz kleiner Dateigrößen.
➤ Woher nimmst du deine Inspiration für das Webdesign?
Ich lasse mich gern bei godly.website, awwwards.com, lapa.ninja und Pinterest inspirieren.